Von der Straße auf die Couch – Glücklich werden mit Hunden aus dem Süden

Von der Straße auf die Couch„Von der Straße auf die Couch  –  Glücklich werden mit Hunden aus dem Süden“ von Nina Taphorn
Kynos Verlag, 2017, ISBN(13) 978-3954641314, ISBN(10) 3954641313, EUR 19,95
120 Seiten, durchgehend farbig, Hardcover
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„Es ist schon ein bisschen verrückt, aus einem Hund, der nicht auf diese Rolle vorbereitet wurde, einen Haus- und Familienhund machen zu wollen.“ Zitat Seite 122.

Wer ist dieser Hund? Dieser Frage wird zuerst nachgegangen und zum Schluss gekommen, dass es „den“ Hund aus dem Süden nicht gibt. Es gibt reine Straßenhunde, Hunde, die durchaus Besitzer haben und Hunde, die im Tierheim sitzen. Dazu bestehen natürlich noch Unterschiede, wo die Hunde genau herkommen, eher ländlich oder städtisch, haben sie überhaupt Menschen kennengelernt, und wenn, in welchem Zusammenhang.
Dazu sind es noch verschiedene Rassen und Mixe, von denen man grundsätzlich verschiedenartiges Verhalten erwarten würde.

Es wird der Frage nachgegangen, welches die Beweggründe sind, einen Hund aus dem Süden adoptieren zu wollen.
Was kann den neuen Besitzer erwarten? Hier werden auch mögliche Schattenseiten geschildert.
Prägung und Sozialisation werden erklärt und davon abgeleitet, was auf den Menschen zukommen kann, wenn dem Hund bestimmte Elemente fehlen.

Ein größeres Kapitel beschreibt die Annäherung Hund-Mensch. Dieses hat mir im Buch am besten gefallen. Die Beachtung der Körpersprache des Hundes, die Beachtung der eigenen Körpersprache und die langsame Herstellung einer Verbindung. Im weiteren Verlauf geht es als Team raus in die Umwelt. Hier wird die Leinenführigkeit erarbeitet, Ruhe und Orientierung bis hin zum Fördern verschiedener Talente des Hundes. Es ist kein Trainingsbuch mit einzelnen Schritt-für-Schritt-Übungen, sondern es gibt eher die grundsätzliche Richtung vor.
Es folgen noch weitere Aspekte zum Thema wie Erkrankungen und Ausführungen zu verschiedenen Vermittlern.

Fazit:
Eher kurz gehalten bringt das Buch zum Nachdenken über „den“ Tierschutzhund aus dem Süden und wie sich ein Zusammenleben gestalten kann.

Autor/in:
Nina Taphorn geb. 1965, ist seit 1998 als Tierheilpraktikerin tätig. Als im Jahr 2002 eine Mastiffhündin aus einem spanischen Tierheim bei ihr einzog, wurde ihr schnell klar, dass unsere Vorstellungen von Haushunden nur mit viel Glück auf aus dem Ausland importierte Hunde zutreffen. Mit ihrem Ehemann, ihren Hunden, Katzen und Pferden lebt sie auf einem Resthof in Niedersachsen.

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